Wir laden Euch herzlich zu einer Podiumsdiskussion zur Umsetzung der EUDI Wallet in Deutschland ein.
Worum geht es?
Die europäische digitale Identitäts-Wallet (EUDI Wallet) soll es Bürger:innen ermöglichen, ihre digitalen Identitäten selbstbestimmt zu verwalten. Die technische Lösung ist anspruchsvoll, die politischen und organisatorischen Fragen aber genauso. Wie können Städte, Länder und der Bund eine dezentralisierte Infrastruktur aufbauen, die tatsächlich resilient und transparent ist? Wer trägt Verantwortung, wenn die Systeme nicht funktionieren? Wie vertrauen Menschen einer Lösung, die sie verstehen müssen?
Nach einer kurzen Einführung ins Thema beleuchten wir auf dem Podium, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die technischen Anforderungen, sondern die Perspektiven derjenigen, die die Wallet umsetzen müssen, nutzbar machen oder darüber entscheiden: die Verbraucher:innensicht, die kommunale Praxis, die digitalpolitischen Anforderungen auf Bundes- und europäischer Ebene.
Warum solltest Du kommen?
Die EUDI Wallet ist ein Testfall für dezentralisierte öffentliche Infrastruktur in der EU. Hier entstehen gerade die Standards, die prägen werden, wie öffentliche digitale Services in den nächsten Jahren funktionieren. Der Austausch mit Kommunen, Expert:innen und anderen politischen Akteuren gibt Dir fundierte Argumente für laufende Debatten. Denn es betrifft die Themen digitale Souveränität, Datenschutz und Selbstbestimmung. Die Veranstaltung bringt Dich mit anderen zusammen, die ähnliche Ziele verfolgen. Egal, ob Du bei einem Ministerium arbeitest oder bei einem Digitalverband bist, bei der Umsetzung des EUDI Wallet wirst Du mitgestalten müssen. Hier kannst Du Dich mit anderen darüber austauschen, wie ihre Organisationen an das Thema herangehen.
Die Veranstaltung ist Teil unseres Projekts „Dezentralisierung als Wert und Praxis“ (gefördert von der JUST Open Source Stiftung), das untersucht, unter welchen Bedingungen öffentliche digitale Infrastrukturen durch dezentrale Ansätze resilienter, transparenter und selbstbestimmter werden. Mit der EUDI Wallet haben wir einen konkreten Fall, an dem wir diese Fragen bearbeiten können.
Wer ist dabei?
Marielle Findorff, Referentin im Team Digitales und Medien, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Masterstudium der Politikwissenschaft an der FU mit einer Abschlussarbeit zum europäischen Datenschutzregime. Berufliche Station in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung. Seit 2023 Referentin im Team Digitales und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv). Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten zählen europäische und nationale Regulierungen zur Daten- und IT-Sicherheit mit Verbraucherbezug, digitale Identitäten, insbesondere die nationale Umsetzung der EUDI-Wallet, sowie der Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum.
Michael Kubach hat Politik- und Verwaltungswissenschaften in Konstanz sowie Unternehmensführung in Göttingen und Lille studiert. Nach seiner Promotion in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen arbeitet er seit 2013 am Fraunhofer IAO und beschäftigt sich dort mit Fragen rund um digitales Vertrauen, Identitäten, Datenschutz und Cybersicherheit. Sein Fokus liegt auf einem sozioökonomischen und nutzendenorientierten Blick auf die Gestaltung digitaler Ökosysteme. In seiner beruflichen Praxis war er an zahlreichen europäischen und nationalen Forschungs- und Industrieprojekten beteiligt – unter anderem zu Themen wie Vertrauensinfrastrukturen, Dataspaces, Identitätsökosystemen, sowie Cybersicherheitslösungen. Dabei arbeitet er an den Schnittstellen zwischen Mensch, Technik, Organisation und Regulierung und bringt Erfahrung in der Koordination, Gestaltung und Evaluation komplexer Projektkonsortien mit.
Christian Stuffrein ist seit 2020 beim Deutschen Landkreistag für Verwaltungsdigitalisierung zuständig – zunächst als Referent, später als Referatsleiter. Er ist kommunaler Vertreter in der Abteilungsleiterrunde des IT-Planungsrates (IT-PLR) und in verschiedenen Arbeitsgruppen des IT-PLR. Zuvor durchlief Herr Stuffrein bei dem öffentlichen IT-Dienstleister Dataport AöR ein Führungskräfte-Trainee-Programm. Im Anschluss an das Studium der Verwaltungsökonomie und des Masterstudiengangs Public Management & Governance war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Public Management & Governance der Hochschule Nordhausen tätig. Dort war er auch Lehrbeauftragter für strategische Verwaltungsführung.
Im Anschluss laden wir zum informellen Austausch ein: Zeit zum Vernetzen, für Einzelgespräche und um die Diskussionen zu vertiefen.
