
Berlin, 21. April 2026. Wie kann digitale Teilhabe auch jenseits urbaner Zentren gelingen? Unter dem Motto „MöglichMachen – Verantwortung für unsere digitale Öffentlichkeit“ verwandelten gestern über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den Festsaal der Berliner Stadtmission in einen Ort für lebendigen Austausch. Damit rückte D64 einen zentralen Teilaspekt des diesjährigen Jahresthemas „MöglichMachen – Unsere digitale Zukunft gestalten“ ins Rampenlicht.
Was steckt hinter dem Motto?
Unser Co-Vorsitzender Erik Tuchtfeld machte zu Beginn des Abends deutlich, was D64 darunter versteht: „Wir wollen nicht nur kritisieren. Das ganze Jahr über zeigen wir ganz konkret, wie Digitalpolitik besser geht und wie eine demokratische Digitalpolitik aussehen kann! Einige Beispiele: die Login-Falle, unser aktuelles Projekt zu Dezentralisierung und regelmäßige Praxistipps mit Alternativen zu Big-Tech-Angeboten.“
Der ländliche Raum im Fokus
Während digitalpolitische Debatten oft auf Metropolen fokussiert sind, richtete der diesjährige Empfang den Blick bewusst auf den ländlichen Raum. Auf dem Podium diskutierten Anna Kassautzki (RAA Mecklenburg-Vorpommern), Katarina Peranić (More in Common Deutschland) und Donata Vogtschmidt (MdB Die LINKE) über Wege aus der digitalen Ungleichheit (moderiert von Vorstandsmitglied Anna Lob).
Konsens auf dem Panel war schnell: Digitale Teilhabe geht über Netzausbau und technische Infrastruktur hinaus. Gerade in großen Landkreisen braucht es häufig viel Kraft, die engagierten Menschen, die es durchaus gibt, überhaupt zusammenzubringen. Finanzielle Kürzungen bei Demokratieprojekten, die ohnehin schon knapp finanziert sind, erschweren das zusätzlich. Interessant dabei ist allerdings, dass in manchen Bereichen digitale Teilhabe auf dem Land bereits besser funktioniert als in Städten.
Anna Lob zog ein deutliches Fazit: „Es braucht sichere Räume, Anerkennung der bereits aktiv Engagierten, finanzielle Mittel, Förderung von Kompetenzen, Beharrlichkeit und echte Beteiligungsmöglichkeiten.“
Vernetzung und Netzwerke

Nach dem offiziellen Panel nutzten die Gäste bis spät in den Abend die Gelegenheit, sich bei einem Get-together und vegetarisch/veganem Buffet auszutauschen und zu vernetzen. Der Abend hat erneut gezeigt, wie groß das Interesse an einer inklusiven digitalen Zukunft ist und wie wichtig gerade solche analogen Begegnungsräume sind, in denen Vernetzung und Weiterentwicklung jenseits digitaler Meetings möglich werden.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helfenden und unseren Sponsor:innen, die diesen inspirierenden Abend möglich gemacht haben!
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