D64 trauert um Frank Schirrmacher

Der plötzliche Tod von Frank Schirrmacher hat uns alle schockiert. Schirrmacher hat als einer der wenigen Intellektuellen dieses Landes verstanden, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft nicht passiv hingenommen werden darf, sondern ein Einmischen erforderlich ist. Als neugieriger Mensch ist es Schirrmacher gelungen, mit den Protagonisten der Netz-Szene in einen Dialog zu treten, ihnen im Feuilleton und auf den Blogs der FAZ eine Plattform für eine Debatte zu bieten. Schirrmacher hat seine Autorität und seine Seniorität genutzt, um die Diskussion um die digitale Zukunft auf eine neue Ebene zu heben, indem er die Debatte in die Politik getragen hat.

Wir sind ihm für dieses Engagement sehr dankbar, denn es war dringend erforderlich, dass es eine breite Debatte um die Perspektiven der digitalen Zukunft gibt. Diese Debatte hat viel Reibung ausgelöst, aber diese Reibung ist es, die zu einem gesunden Streit führen kann. Dabei hat Schirrmacher ein eher dystopisches Bild der Zukunft gemalt, das uns stets ein Ansporn war, alternative, positive und fortschrittliche Aspekte der digitalen Entwicklung herauszustellen.

Es liegt an uns allen, die von Frank Schirrmacher maßgeblich vorangetriebene Debatte weiterzuführen, mit allem nötigen Streit, aber auch mit dem Respekt vor anderen Meinungen, den Schirrmacher an den Tag gelegt hatte und der Neugier, die ihn antrieb.

1 Kommentar

Kommentieren
  • Antworten

    Feliks Dzerzhinsky

    17. Juni 2014

    Worauf man unbedingt hinweisen muss, dass er mit Methusalem-Komplott als einziger, der hoffen konnte, Gehör zu finden, ein Fanal für mehr Generationengerechtigkeit gesetzt hat!

Feliks Dzerzhinsky antworten Antwort abbrechen

Dein Kommentar