“Wir wollen Digitale Lehrmittelfreiheit – Gratis ist nicht frei genug!”

Digitale Lehrmittelfreiheit

D64 startet Kampagnenseite “Wir wollen Digitale Lehrmittelfreiheit!”

Die anstehende Digitalisierung von Lehr- und Lernunterlagen erfordert auch eine Neukonzeption von Lehrmittelfreiheit. Freiheit digitaler Lehrmittel bedeutet nicht nur kostenlosen Zugang, sondern geht weiter: erst wenn freie Lizenzen und freie Formate verwendet werden, können Lehrende Unterlagen austauschen, verbessern und weitergeben sowie Lernende verschiedene Unterlagen unkompliziert vergleichen oder kombinieren. Deren konsequente Verwendung kann wiederum zu mehr Wettbewerb und besserer Qualität im Bereich der Lehr- und Lernunterlagen führen. Voraussetzung dafür ist aber eine Reform der Finanzierung und Auftragsvergabe im Bereich von Lehrmitteln.

D64 setzt sich für eine Debatte über die Chancen und Herausforderungen einer Neuordnung der Bereitstellung von Lehr- und Lernunterlagen ein, die das Potential digitaler Technologien für offeneren und freien Zugang ausschöpfen. Mit einer Kampagne für Digitale Lehrmittelfreiheit soll diese Debatte in Deutschland initiiert werden.

Alle notwendigen Informationen, das Whitepaper “Digitale Lehrmittelfreiheit – Mehr als digitale Schulbücher”, sowie weiterführenden Links und die Diskussionen zur Kampagnen finden Sie hier: lehrmittelfreiheit.d-64.org

3 Kommentare

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    Steuerfrei sei man dabei

    25. Mai 2012

    Ich wollte vor Jahren schon Schulen bzw. den ganzen Bildungsmarkt digitalisieren. Ohne 3 Euro pro Kopf wie die Piraten. ohne Steuern. Selbstfinanziert durch ein paar Werbebanner und ggf. projektbezogenes Crowd-Funding. Learners Wiki oder WikiLearn (auch wenn es letzteres schon gibt als Nachhilfeprojekt glaube ich). Wenn man allerdings abgemahnt und bis zum Verfassungsgericht verklagt wird, spart man sich das lieber.

    Jeder würde es freiwillig benutzen weil es einfach besser wäre und es würde die Fehler von Wikipedia nicht machen. Es ist egal wo man anfängt weil der Markt unkontrollierbar groß ist: Nachhilfe, Studenten-Tutoria, Vorlesungs-Zusammenfassungen, Schulfächer, Berufs-Bildung, Ikea-Möbel aufbauen, Autoteile austauschen, Richtig renovieren, Firmenfortbildung, Buchfühung für Ich-AGs, Kalkulieren(“Controlling”) in Ich-AGs,… .
    Da kann der Minister in der Diktatur seine Schulen vor Learner-Wikis schützen so viel er will. Das Volk findet (“rottet”) sich auf Learners-Wiki zusammen und jeder lernt legal und sozial was gefragt ist. Ohne einen einzigen Steuer-Cent. In allen Sprachen weltweit. Man bräuchte also nur Schutz vor Verfolgung und Schikane. Nach den ersten weltweiten Leistungsvergleichen (kostenlos per App auf allen SmarTVs, Ipads, Iphones, Android-Geräten und natürlich Kindles und allen Webbrowsern) würden die Eltern dafür sorgen, das die wirksamen Learner-Wikis Schutz bekommen. Die Oma kann am SmarTV zeigen wie schnell sie kopfrechnen kann und es mit ihrem Facebook-Account verknüpfen. Das könnte für manche Enkel peinlich aussehen. Und wer seine Leistungsdaten nicht elektronisch seinen Peergroups zugänglich macht, ist wohl ein Versager oder Streber. Jeder Schüler kann sehen ob er besser oder schneller rechnet als gleichaltrige Chinesen oder Franzosen oder die Schüler aus der Parallelklasse oder Nachbar-Bundesland. Die Eltern sehen am Kühlschrank (oder SmarTV oder Ipad) die Position ihrer Kinder und die Dezile ihrer Vergleichs-Konkurrenten bezüglich aller Tests. Das man darüber Bewerber vorselektiert sollte klar sein. Als Xing-App würde ich das programmieren und die Firmen würden mir danken weil ich ihnen Zillionen für unnötige Bewerbertests einspare. Bevor man überhaupt Bewerbungen schickt, macht man einen elektronischen Skill-Abgleich zwischen Ausschreibung und Bewerbung und zeigt die Leistungsverteilung der potentiellen Bewerber und der eigenen Mitarbeiter. Ohne Millionenprojekt beim Arbeitsamt. 25jährige Informatiker-Doktoren mit 15 Jahren Berufserfahrung und 10 Sprachen fliessend sucht dann keiner mehr. Oder Friseur-Azubis mit Abitur weil das kein Erfolgsfaktor ist. Wer KFZ-Mechaniker werden will, sieht also die geforderten Skills und die seiner Konkurrenten. Wie bei Formel1 oder auf dem Fußballplatz und nicht wie in Hinterzimmern oder Darkrooms. Das die Skill-Levels (nicht primär die Schulnoten) von Ministern, Vorgesetzten und allen DAX-Chefs auf Dauer bekannt gemacht werden, sollte klar sein. Noch ein Grund, gegen das Skill-Server-Projekt zu sein wenn man keine Leistung liefert.

    Bling-Bling-Lernbücher bringen keine Lern-Erfolge meinte neulich eine Studie. Videos “stehlen” mir meine Zeit und Bandbreite gibt es in Deutschland zu ungleich verteilt. Lernmodule wären also schlau und effizient und das einzige Ziel wäre der schnelle korrekte Lernerfolg. Und das ginge elegant preiswert und wirksam innerhalb kürzester Zeit. Videos gibts natürlich auch noch.

    Notfalls kann man auch DDR-Schulbücher oder Kommunistische Schulbücher deren Autoren garantiert gestorben sind aufkaufen, übersetzen und somit den Markt weltweit ausrollen. Wenn manche Probleme kriegen, weil ihre 99% dann die kostenlosen “Schulbücher” (Lernmodule) auf Kindle, Ipad, $40-Rasberry-PI oder $40-India-Pad benutzen selber schuld.

    Adam Riese hätte dem Volk die arabischen Ziffern gebracht und Rechnen beigebracht, um nicht mehr von den Römischen Ziffern und ihren Vertretern übervorteilt zu werden.
    Content klauen ist verboten und wäre auf Learner-Wiki unerwünscht! Aber Millionen für ein elektronisches Biologiebuch wie die USA brauche ich nicht. Praktikanten und Azubis beim Tierarzt können per Handy die Bilder uploaden die gewünscht sind. Professoren für Grundvorlesungen organisieren (“crowden”) kostenlos fast aufwandsfrei die nötigen Materialien legal als freedom content! Wer will nicht, das seine Katze auf dem Biologiebuch prangt ? Oder das sein gestorbener Goldhamster oder exotisches Tier im elektronischen Biologiebuch seziert wird ?

    Da man nur Schutz vor Verfolgung braucht, und automatisiert übersetzt oder z.b. Mr Bean ohne Worte die Ikea-Möbel aufbaut (“aufzubauen lehrt”) bzw. was man besser nicht machen sollte oder wieso die Schrauben unterschiedlich lang sind, sind Bedürfnisse und Forderungen an den Staat nach Steuern, Pöstchen und Subventionen eher ein Zeichen mangelnder Eigen-Kreativität.
    Das hätte man 1999 schon unter rot-grün und AOL implementieren können. Seit Wikipedia sollte längst bewiesen sein, das Lernen genau so preisgünstig vermittelt werden kann und sollte. Leider hat kein einziger Staat oder teure Universitäten damit angefangen obwohl reiche Kleinstaaten ja eigentlich jedem Schüler sogar ein Ipad kaufen könnten. Stattdessen gibts kostenlose Lernmaterialien von MIT und EDUx(?).

    Stattdessen sollen elektronische Tafeln gekauft werden. Oder von 500.000 Euro für afrikanische Schulen in Hilfs-Aktionen im TV kann man 1000 Ipads kaufen und von zu Hause oder im Dorf aus lernen und nur zu Prüfungen oder Spezialprojekte zur Schule gehen. Gehen auf diese Schulen überhaupt 1000 Schüler und Android-Pads sind ja noch viel billiger ? Nur weil viele Eltern oder Lehrer kaum gute Software kennen, heisst es ja nicht, das die Ideen überhaupt nicht gehen. Man beauftragt oft nur vielleicht gerne die anerkannterweise erfolgreichen Leute aus erfolgreichen Projekten wie Herkules, Elena, Windows Vista, Eisenbahn-Fahrkarten-Automaten, Neue-Markt-Firmen die bekannterweise gute erfolgreiche Software für jedermann geschrieben haben statt einfach Creative-Commons-Lern-Wiki-Server mit kostenfreier “Frickel-Software” zu erlauben.

    Sowas ist schnell programmiert und vielleicht noch schneller abgemahnt oder verklagt. Die sofort einsparbaren Kosten und der Nutzen wären gigantisch.

    Und das beste: Wer nicht will, kann weiter in die frontalistische Schule gehen und mit Papier lernen. Denn keiner wird gezwungen. Aber auf Dauer wird den Lehrern in “Problemvierteln” egal sein, wenn bestimmte (die schlauen Selbstlernfähigen) Schüler fehlen so lange diese die Prüfungen bestehen. Die anderen Schwänzer soll natürlich wie bisher die Polizei holen.
    Wenn die Bildungsbürger also auf elektronisches Lernen verzichten, können sie ja zusehen wie die (Halb)Migranten ihnen die Lehrstellen im Bewerbungstest wegnehmen. Auch in Grenzgebieten unterschiedlicher Schulsysteme erkennt man schnell, wer die Lehrstellen kriegt.

    Das Thema bessere Bewerbungen und gezielte Selektion durch Firmen und Handwerker usw. spreche ich mal nicht an weil es zu viel Platz bräuchte. Das wäre genau so informatisch trivial und einfach und ohne Pöstchen oder Steuergelder abzuwickeln.

    Sich an Politiker zu wenden ist also eigentlich ein recht ineffizienter Weg. Es ist sehr viel einfacher, einfach Creative-Commons-Lernwissen trivialübersetzbar in alle Sprachen weltweit zu sammeln.
    Die Hebelkraft braucht keine Sprache und keine langen Texte zum erklären. Oder ein Flaschenzug kann mit etwas Nähgarn und Nähgarn-Rollen live am Tisch des Selber-Lerners nachprobiert werden. Und jeder kann per Handy seine Verbesserungen der Versuche uploaden wenn er will und Bandbreite hat.
    Wenn sich das Wissen mit teuren Schulbüchern überschneidet können die sich ja kapitalistisch an die geänderten Marktbedingungen anpassen. Bald gibts ja vielleicht auch praktisch keine Benzin-Autos mehr oder Wählscheibentelefone oder Video-Rekorder oder Schallplattenspieler usw.

    Wer auf den Gesetzgeber wartet, wartet vielleicht zu lange. Elektrofahrräder haben sich im letzten Jahr ja auch ohne Gesetzgeber und ohne Steuer-Milliarden massivst verbreitet. Es hinder niemand einen, legale kostenlose Lernmaterialien zu sammeln. In meinungsfreien Ländern kann man sowas sowas mit den entsprechenden offiziellen Schulbüchern zu verknüpfen damit die schlauen Kinder schneller lernen und sich per App informieren lassen welche ihrer aktuellen Schulbücher per Freedom-Content lerntechnisch ergänzt wurden. Denn letzte Woche im Ausland oder in der Schule auf der anderen Seite der Stadt haben zigtausende anderer Schüler dasselbe gelernt und manche vielleicht die kostenlosen Lernmodule überarbeitet und verbessert oder ergänzt oder Mr Bean hat ein neues Ikea-Möbel gestiftet bekommen und aufgebaut und als Video zur Verfügung gestellt um von der Werbung zu leben so lange Siemens, Ikea und GM und GE und alle anderen DAX-Firmen weiter Anleitungen in tausenden von Sprachen produzieren wollen statt unified language zu benutzen welches als Vorstufe schon (“technical english”) existiert. Solche Lernsammlungen wachsen unaufhaltsam wie eine Staubmaus, Gemüse, Haustiere oder Lebensmittel auf dem Feld. Und das wäre gut so. Wenn man nicht die Fehler von Wikipedia macht, welche bzgl. mancher Metriken nur noch stagniert. Wer allerdings Studenten- und Schulbücher und Berufsschulbücher von Ebay handeln lässt statt zentralisierte kostenfreie Handelssysteme aufzubauen, dessen Studenten werden vielleicht auch nicht elektronisch angemeltet, zugeordnet und verwaltet und beim Landes-Chef steht ein Wählscheibentelefon und die letzte Aktualisierung war ein Fax-Gerät… . Das man mit wenig Programmierung solche Länder wirtschaftlich schnell demokratisch übernehmen kann, sollte klar sein. An gute Programmierung glauben wohl noch zu wenige.

    Die Lernfähigkeit steigt nicht besonders mit dem Alter. Wer heute noch frontalistisch lernt, dem sollte man klarmachen das viel Jüngere Selberlerner (oft aus dem Ausland weil die vielleicht früher schlauer werden und auf echtes E-Learning switchen statt wie in Diktaturen nur teure Digitaltafeln, Wartungsverträge und Aufträge an den Schwager zu verteilen und die Rentner wissen, das sie früher mehr und wirksamer gelernt haben) bis zur Rente jahrzehntelang ihre Vorgesetzten sein werden. Das ist als wenn man heute ein neues Benzinauto kauft, obwohl man weiss, das die neuen halb so teuren Elektro-Autos gerade auf dem Schiff nach Deutschland schwimmen.

  • Antworten

    Bildungskoffer

    6. Juni 2012

    Hey,

    beim Bildungskoffer gibt es die Möglichkeit Materialien zur politischen Bildung auszutauschen und gemeinsam zu bearbeiten. Alles natürlich unter Freien Lizenzen. :)

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  1. Aktuelles 25. Mai 2012

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